Auch in Corona-Zeiten: Kundenbetreuer führen weiter Besichtigungstermine durch

Der Alltag der meisten Menschen hat sich durch die Corona-Krise verändert – auch der von Mieterinnen und Mietern, die ein neues Zuhause suchen. Die NHW-Kundenbetreuerin Vanessa Reuter verhilft Menschen zu ihrer künftigen Traumwohnung. Sie hat uns erzählt, worauf sie jetzt achten muss.

Im Neubaugebiet „Die Sang“ in Rosbach vor der Höhe geht es bald hoch her: Anfang Juni sollen die ersten Mieterinnen und Mieter in die 66 brandneuen Wohnungen des NHW-Projekts „SANGZEILEN“ einziehen. In insgesamt acht Gebäude werden dann Kisten und Möbel in die Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 61 bis 115 Quadratmetern geschleppt. Dafür, dass potentielle Mieter ihre passende Wohnung finden, ist Vanessa Reuter zuständig. Die Kundenbetreuerin mit dem Schwerpunkt auf Neubauvermietungen führt Besichtigungen durch und verwaltet die Wohnungen danach im Bestand weiter – auch nach dem Bezug wird sie eine wichtige Ansprechpartnerin für die Mieterinnen und Mieter sein.

Individuelle Termine mit Abstandsregeln

Bis vor wenigen Wochen konnte sich Vanessa Reuter vor Interessenten an den Wohnungen in Rosbach kaum retten: „ Die Neubauten sind von der Bundesstraße aus gut zu sehen. Viele Pendler haben sich Monate im Voraus erkundigt, ab wann die Wohnungen endlich besichtigt werden können.“, erzählt sie stolz. An manchen Tagen schauten sich dann bis zu dreißig Bewerber die unterschiedlichen Wohnungstypen an. Daher mussten einige Termine in kleinen Gruppen durchgeführt werden. Doch dann kam Corona. Zunächst wurden die Besichtigungen für drei Wochen komplett ausgesetzt. Jetzt sind Wohnungsbesichtigungen nur noch mit einem individuellen Termin pro Interessent und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln möglich: „Viele Menschen sind unsicher, ob derzeit überhaupt Besichtigungen stattfinden. Manche fragen vorsichtig an und freuen sich, dass sie die Wohnungen wieder anschauen können“, sagt Vanessa Reuter. Ihre Aufgaben als Kundenbetreuerin haben sich mit der Corona-Pandemie verändert. Sie fährt jetzt nur noch einmal in der Woche an ihren Arbeitsplatz im Servicecenter 4 der NHW in der Frankfurter Hofstraße, das für den Publikumsverkehr zunächst geschlossen bleibt. Die meiste Zeit arbeitet sie von Zuhause aus: „Vieles lässt sich auch mobil sehr gut steuern, da unser erster Kontakt mit künftigen Mietern in der Regel per Telefon hergestellt wird. Die nächsten Schritte und die Prüfung der Unterlagen folgen erst nach der Besichtigung und bei Interesse an der Wohnung.“

Social Distancing bei der Wohnungsbesichtigung

Für ihren Arbeitsalltag als Kundenbetreuerin bedeutet Corona besonders bei den Besichtigungen einen größeren Aufwand. Sie macht mit den potentiellen Mietern einen Treffpunkt im Freien aus, diese melden sich dann telefonisch, sobald sie angekommen sind. Vanessa Reuter holt die nächsten Interessenten erst ab, nachdem sich die Vorgänger verabschiedet haben: „Bei der Begrüßung wollen mir dann viele Menschen netterweise automatisch die Hand geben. Das geht leider nicht.“ Auch im Gebäude heißt es dann: Abstand halten! „Ich schließe die Wohnung auf, lasse die Bewerber vorgehen und folge ihnen. Gleichzeitig erzähle ich mit genügend Distanz etwas über die Wohnung und versuche die Fragen zu beantworten.“ Bisher hätten alle Interessenten sehr verständnisvoll reagiert und seien gut mit der Situation umgegangen. Kleine Probleme machen eher die Accessoires der Corona-Krise: „Bei einem Mund-Nasen-Schutz beschlägt schnell die Brille, das wirkt dann manchmal etwas albern“, sagt Vanessa Reuter und lacht. Die Vier- und Zweizimmerwohnungen der „SANGZEILEN“ sind alle vermietet, nur bei den Dreizimmerwohnungen gibt es noch freie Einheiten – auch das ist Corona geschuldet. Viele Menschen seien momentan verunsichert und fragten sich, ob sie einen Umzug tatsächlich stemmen können, erzählt die Kundenbetreuerin: „Da ist die Unsicherheit, ob sich eine Umzugsfirma finden lässt, oder ein Nachmieter für die alte Wohnung. Viele wünschen sich ein zwar ein neues Zuhause, sind aber emotional nicht bereit, sich darauf einzulassen.“

Das Projekt durch die Krise gelenkt

Auch für Vanessa Reuter waren die letzten Wochen nicht einfach. Oft fragte sie sich, ob und wie sie alle Wohnungen vermieten kann – vor allem in der Zeit, in der keine Besichtigungen möglich waren. Gleichzeitig gab es Mieter, die fest damit rechneten, ihre Wohnungen im Juni beziehen zu können und ihre bisherigen Wohnungen schon für diesen Zeitpunkt gekündigt hatten. Das bereitete auch der Kundenbetreuerin Kopfzerbrechen: „Was, wenn aufgrund von Corona der Fertigstellungstermin nicht zu halten ist? Finden wir dann auf die Schnelle Ersatzwohnungen für die Mieter?“ Zum Glück ging alles gut, Vanessa Reuter freut sich auf den Einzug der ersten SANGZEILEN-Bewohner, wie geplant am 1. Juni 2020: „Das Projekt hat mich ein Jahr Vorbereitungszeit gekostet. Jetzt bin ich einfach nur stolz, dass wir es durch die Krise gelenkt haben.“

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