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Wohn-Service-Team der Wohnstadt: ein erfolgreiches Jahr im Dienst der Mieter

Das Wohn-Service-Team (WST) bietet seit einem Jahr haushaltsnahe Dienstleistungen für rund 6.000 Haushalte in Kassel und Umgebung. Hinter dem Konzept steckt die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, die WST vor zehn Jahren in Südhessen gestartet hat und seit 2014 als geschützte Marke anbietet. „WST ist ein zentraler Baustein unseres Ansatzes ‚Sie bleiben, wir helfen‘, mit dem wir vor allem ältere Mietern ansprechen“, erläutert Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt. „In einigen Quartieren sind mehr als 30 % unserer Mieter über 65 Jahre alt, viele leben zudem allein. Deshalb müssen wir außer baulichen Anpassungen insbesondere auch Dienstleistungen und Angebote entwickeln, die das selbstbestimmte Wohnen im Alter ermöglichen. Das Wohn-Service-Team ist eine menschliche und zu unseren Nachbarschaftsstrukturen passende Variante“, so Westphal.

Manche Angebote sind sogar kostenfrei

Mieter der Wohnstadt können die haushaltsnahen Dienstleistung zum günstigen Preis von 5 EUR je halbe Stunde in Anspruch nehmen. Dazu zählen unter anderem Putzdienste, Wäsche waschen und bügeln, einkaufen, Kleintransporte aller Art sowie das Wohnungshüten bei Urlaub oder Krankheit. Kostenlos, speziell für ältere oder behinderte Mieter der Wohnstadt, sind unter anderem Begleitgänge zum Arzt oder zur Apotheke, kleinere Besorgungen im Haushalt und Botengänge zu Ämtern oder sonstigen Stellen. Auch die Hilfe beim Umzug innerhalb des Viertels oder der Ab- und Aufbau von Kleinmöbeln sind gratis, sofern sich die Arbeit in weniger als einer halben Stunde erledigen lässt. Das ermöglicht die Unternehmensgruppe durch einen Jährlichen sechsstelligen Zuschuss an den Leistungsträger DiQ. „Es sind vor allem die älteren Mieter, die das kostengünstige Angebot zu schätzen wissen, weil ihnen viele Dinge des Alltags mit zunehmendem Alter eben schwerer fallen. Die Akzeptanz unter den Mietern war deshalb von Beginn an sehr positiv und sie steigt, denn die Qualität des Service spricht sich herum“, bestätigt Jürgen Bluhm, Leiter des Nordhessischen Regionalcenters der Unternehmensgruppe.

Sieben Mitarbeiter kümmern sich um die Mieter in Kassel

Partner der Unternehmensgruppe beim Wohn-Service-Team ist die Dienste-im-Quartier GmbH aus Offenbach, kurz DiQ, die das Personal stellt und das operative Geschäft abwickelt. Das Angebot in Kassel startete zum 01. Februar 2016 mit einem Stützpunkt am Pferdemarkt 10 in der Innenstadt. Zur Belegschaft gehören inzwischen sechs Minijobber und eine sozialversicherungspflichtig beschäftigte Leitungskraft, die sich um die Belange der Mieter kümmern. Über einen Gutschein können Mieter den Service erst einmal testen und die Mitarbeiter des WST so kennenlernen. „Vertrauen ist wichtig, denn wir bewegen uns ja in der Privatsphäre unserer Kunden. Deshalb schulen wir unsere Mitarbeiter auch sehr gründlich und stellen gerne Frauen und Männer ein, die selbst in den Einsatzgebieten wohnen und vielleicht sogar Mieter der Unternehmensgruppe sind“, erklärt Jürgen Schomburg, Geschäftsführer der DiQ GmbH. Damit schaffe das WST Beschäftigung und Einkommen für die Menschen im Stadtteil, jetzt für sieben Einsatzkräfte, weitere Einstiege seien aber möglich.

Das Angebot gibt es bereits hessenweit und soll ausgebaut werden 

In ganz Hessen werden inzwischen rund 35.000 Haushalte der Unternehmensgruppe mit dem Angebot angesprochen. “Das ist über die Hälfte unseres Wohnungsbestandes, damit dürften wir in der Wohnungswirtschaft schon ziemlich an der Spitze liegen. Wir wollen aber, wo es sich anbietet, mit WST noch weiter wachsen und das Bekenntnis in unserem Unternehmensleitbild, Verantwortung für unsere Mieter zu übernehmen, mit Leben füllen“, verspricht Westphal. Derzeit ist WST neben Kassel und Umgebung auch in Stadt und Kreis Offenbach, Frankfurt und Wiesbaden verfügbar. 140 Mitarbeiter, darunter 120 Minijobber, beschäftigt die DiQ mittlerweile. „Sie sind an ihrer einheitlichen Bekleidung zu erkennen und damit für die Menschen im Quartier auch ansprechbar. Diese Nähe ist sicherlich ein Faktor, dass WST eine solche Erfolgsgeschichte geworden ist. 2007 haben wir in Offenbach mal mit zehn Mitarbeitern in einem Gebiet von 3.000 Haushalten angefangen“, ergänzt Schomburg.

Ein Stück Lebensqualität für die Mieter

„Die Tätigkeiten des Wohn-Service-Teams wollen wir künftig noch stärker mit anderen Angeboten speziell für ältere Mieter vernetzen, die wir auch schon anbieten“, kündigt Jürgen Bluhm an. Über eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Seniorenberatung böten die Wohnstadt in Nordhessen genauso wie die Nassauische Heimstätte in Südhessen ihren Mietern ein weiteres umfassendes Beratungs- und Serviceangebot. Das reiche von kleinen technischen Hilfsmitteln über Anpassungen in den Wohnungen bis zu Hausnotruf. Mit vielen lokalen Initiativen und Vereinen in den Quartieren gebe es Kooperationen, um vor allem auch gesellige Angebote und Kontaktmöglichkeiten für alleinstehende Menschen aufzubauen. In den Quartieren übernehme das WST zunehmend die Reinigung ganzer Treppenhäuser im Auftrag. „All das schafft für unsere Mieter ein Mehr an Lebensqualität, die weit über das Dach über den Kopf hinausgeht. Wir sind nicht nur Vermieter, wir sind wichtige Akteure für ein funktionierendes Stadtleben“, so Bluhm.