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Das ganze Quartier profitiert

Was gestern noch als Pilotprojekt getestet wurde, ist heute schon Normalität geworden: An zehn Standorten in Hessen modernisieren wir nach dem Prinzip der energetischen und sozialen Quartiersentwicklung, die Teil unserer unternehmensweiten Nachhaltigkeitsstrategie ist. Sie bedeutet: Nicht nur punktuell das einzelne Gebäude wird betrachtet, sondern ein ganzes Quartier – und das samt städtebaulichem Umfeld und sozialem Gefüge. Der Mensch und sein direktes Wohn- und Lebensumfeld stehen im Mittelpunkt dieser Denk- und Handlungsweise, bei der alles mit allem zu tun hat: soziale, ökonomische und ökologische Aspekte.

SITUATIV ANGEPASST: JEDES QUARTIER IST ANDERS. Das beginnt mit der Gebäudemodernisierung nach modernen energetischen Gesichtspunkten – also je nach Bedarf einer Wärmedämmung, neuen Fenstern, Bädern, Elektroleitungen und ertüchtigten Balkonen – und zieht sich über die Außenanlagen und die Erneuerung der Heizungsanlage bis hin zur gesamten Infrastruktur des Viertels. Das können zum Beispiel neue Bürgertreffs, neue Gehwege, aber auch energiesparende Leuchtmittel für die Straßenbeleuchtung sein. Immer ist es ein Mix aus größeren und kleineren Ideen und Maßnahmen. Wohnen in dem Viertel überwiegend ältere Menschen, wird mehr barrierefreies Wohnen benötigt oder eher ein neuer Spielplatz? Jedes Quartier wirft eigene Fragen auf, die ganz individuell zu lösen sind. Allen gemeinsam ist die Beteiligung unterschiedlichster Experten und Akteure.

ALLES IM FLUSS: DAS ZUSAMMENSPIEL INTERNER EXPERTEN UND EXTERNER KOOPERATIONSPARTNER macht die Quartiersentwicklung so einzigartig. „Der Mieter sieht erst einmal nur, dass sein Haus gemacht wird. Aber dahinter steht eine lange Vorarbeit und eine ganze Quartierskonzeption“, erklärt Gaby Faust, Leiterin des Regionalcenters Offenbach. „Dazu holen wir alle unsere eigenen Fachleute aus dem Unter-nehmen: Stadtentwickler, Fachingenieure, den technischen Service, Architekten, Planer, Haustechniker, das Freiflächen- sowie das Sozialmanagement, aber auch die Verantwortlichen der Kommunen und der Energieversorger. Erst dieses Zusammenspiel ermöglicht ungewöhnliche, aber nachhaltige Lösungen wie etwa den Anschluss eines ganzen Viertels an das Nahwärmenetz der Stadt Langen. Das ist natürlich günstiger als eine Heizanlage für jedes einzelne Haus – und bedeutet für die Mieter nicht nur klimafreundlicheres Heizen, sondern auch langfristig weniger Kosten für Heizwärme.“

Ein selbst entwickelter Leitfaden, in den permanent die Erfahrungen der Quartierskonzeptionen miteinfließen, sorgt für eine bestmögliche Planung und Ausführung – einheitlich für alle rund 60.000 Wohnungen im Bestand, aber individuell nach Quartierslage und Situation. „So gehen wir stets nach einem genauen Plan vor, über Jahre hinaus, was viele Vorteile und Synergieeffekte bietet. Die Maßnahmen werden flüssiger, es gibt weniger Stillstand“, so Gaby Faust weiter, die den Leitfaden maßgeblich mitentwickelt hat.