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Hell, modern, familienfreundlich: 153 Wohnungen und eine Tiefgarage

Im Februar gab die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt bekannt, dass sie in Hanau neue Mietwohnungen bauen wird. Inzwischen wurden die Planungen für das Vorhaben an der Hahnenstraße, der Französischen Allee und der Gärtnerstraße konkretisiert. Anstelle der in die Jahre gekommenen 98 Wohneinheiten mit 4.670 m2 Wohnfläche aus den Baujahren 1953 und 1954 entstehen 153 Wohnungen mit rund 11.000 m2 Wohnfläche sowie eine Tiefgarage mit 162 Stellplätzen.

Das Grundstück

Das Grundstück liegt in der Innenstadt von Hanau in einem Wohngebiet. Es wird im Norden von der Hahnenstraße und der Französischen Allee, im Osten von der Karl-Röttelberg-Straße und im Süden von der Gärtnerstraße begrenzt. Die betreffenden Grundstücke gehören der Stadt Hanau, die Nassauische Heimstätte ist Erbpachtnehmer. Für die Realisierung der Neubauten wird das Erbpachtrecht beendet. Die Unternehmensgruppe kauft die Flächen und übernimmt sie in den eigenen Bestand. Der Bau von Eigentumswohnungen oder ein späterer Verkauf an einen Investor ist nicht vorgesehen. Das hat die Nassauische Heimstätte bereits im Februar definitiv ausgeschlossen. Da die Bestandsgebäude aus den frühen 1950er Jahren nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen, werden sie abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. „Die Bausubstanz ist wirtschaftlich einfach nicht mehr verwertbar“, sagt Peter Klarmann, Leiter des Fachbereichs Akquisition und Vertrieb. „Diesen Sachverhalt bestätigen auch entsprechende Gutachten, die wir in Auftrag gegeben haben.“ Auf dem Grundstück befinden sich zwei weitere Wohngebäude. Die Immobilie in der Karl-Röttelberg-Straße wurde im Jahr 2000 modernisiert und ist nicht Teil des Neubaukonzepts. Ein weiteres Gebäude gehört nicht zum Bestand der Nassauischen Heimstätte. Abgerissen wird auch das Gebäude in der Hahnenstraße 1-19a. Nach einer intensiven Untersuchung wurde der Denkmalschutz für das sogenannte „Laubenganghaus“ aufgehoben. Die Tiefgarage wird sich über fast alle Grundstücke erstrecken. Daher sind auf den Freiflächen darüber nur Bäume möglich, die nicht tiefer wurzeln als 80 Zentimeter. Von den derzeit 34 Bäumen unterschiedlichen Alters können vier gerettet werden. Ersatzpflanzungen werden über den Bauvorbescheid festgelegt. Die Bäume vor dem Gebäude Karl-Röttelberg-Straße 1-5 bleiben erhalten.

Der Neubau

Dem historischen Grundriss der Stadt Hanau entsprechend, wählt die NH eine Blockrandbebauung. Anstelle von derzeit fünf Wohngebäuden mit 98 Wohneinheiten entstehen rund um die Niederländisch-Wallonische Kirche sechs Gebäude mit 153 Wohneinheiten und einer Gewerbeeinheit. Damit schaffen wir fast 60 Prozent mehr Wohnungen, die allesamt über moderne, helle und familienfreundliche Grundrisse sowie ein Höchstmaß an Energieeffizienz verfügen“, sagte Klarmann. Hinzu kommt die gemeinsame Tiefgarage mit 162 Stellplätzen sowie separater Zu- und Abfahrt in der Karl-Röttelberg-Straße. „Das wird die Parkraumsituation im Quartier deutlich entspannen.“ Aktuell stehen den Mietern gerade einmal sechs Stellplätze entlang der Gärtnerstraße zur Verfügung. Ein großzügiger Durchgang  im Neubau der Hahnenstraße soll vom Platz an der Wallonisch-Niederländischen Kirche eine direkte Wege- und Sichtverbindung zum KinoPolis und dem dazugehörigen Parkhaus schaffen. „Auf diese neue Blickachse freuen wir uns schon“, sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Er bezeichnet diesen Durchgang als „städtebaulich besonders gelungen“. Die neuen Gebäude werden entlang der Hahnenstraße vier Geschosse haben, entlang der Gärtner- und der Karl-Röttelberg-Straße drei Geschosse. Im markanten Kopfbau zur Steinheimer Straße hin ist im Erdgeschoss baulich zurückversetzt eine Ladennutzung vorgesehen, eventuell in Form eines Nahversorgers. 20 Prozent der Wohnungen sollen im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus realisiert werden. Die meisten Wohnungen werden zwei oder drei Zimmer sowie eine Grundfläche zwischen 55 und 70 m2 haben. „Das ist der Bereich, in dem der Bedarf am größten ist“, erläutert Gaby Faust, Leiterin des zuständigen Regionalcenters. Die Miete wird im freifinanzierten Bereich bei 9,50 Euro pro Quadratmeter und Monat liegen, im geförderten Bereich bei 6,67 Euro. Damit bleibe die Nassauische Heimstätte bewusst unter der 10-Euro-Marke. Ein Tiefgaragenstellplatz kann für 60 Euro im Monat angemietet werden, Fahrradabstellplätze werden in geschützten Rücksprüngen zwischen den Gebäuden angebracht. Platz für weitere Fahrräder ist in den Kellern, die für alle Wohnungen im Untergeschoss geplant sind. OB Claus Kaminsky sieht in dem gesamten Vorhaben einen „Quantensprung für die Entwicklung der südlichen Innenstadt“. Die neuen Wohnungen seien „ein weiteres Puzzleteil, um den starken Nachfragedruck nach Wohnungen in Hanau zu dämpfen“.

Die Mieter

Derzeit sind noch 46 der insgesamt 98 Wohnungen bewohnt. Sämtliche Mieter werden über die gesamte Dauer des Projekts intensiv betreut. „Wir kümmern uns um jeden einzelnen Bewohner und bieten unsere Hilfe bei der Suche nach einer neuen Unterkunft an“, sagt Gaby Faust. In vielen Fällen sei das bereits geglückt. Etwa 80 Prozent der Mieter, die ausgezogen sind, wurden sogar im Bestand der Unternehmensgruppe untergebracht, etwa in der Brüder-Grimm-Straße oder im Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten. Damit die Mieter nicht sämtliche Kosten tragen müssen, hat die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt sie auch dabei tatkräftig unterstützt. „Bisher wurden etwa 30.000 Euro als Umzugshilfen gewährt“, führt Faust weiter aus. „Wir wissen, welch ein schwieriger Schritt der Umzug für viele ist, die an dieser Stelle sehr verwurzelt sind.“ Aus diesem Grund wurden die Mieter bereits am 28. Februar schriftlich über die Pläne der Unternehmensgruppe informiert. Es gab Einzelgespräche mit den Mietern, wo Bedarf bestand, konnten diese sogar zweisprachig geführt werden. Im April wurde in einer Wohnung in der Hahnenstraße 23 ein Beratungsbüro eingerichtet, das sehr rege genutzt wird. Außerdem gibt es eine telefonische Beratung. Frei werdende Wohnungen in der Innenstadt wurden zudem nicht wieder vermietet, um sie als Ersatz anbieten zu können.

Infoveranstaltung am 14. September

Am Donnerstag, 14. September, werden die Mieter in einer Mieterversammlung noch einmal persönlich und umfassend über den aktuellen Stand des Projekts sowie den weiteren Ablauf informiert. Erst nach dieser Versammlung werden die Kündigungen ausgesprochen – und zwar unabhängig von der Mietdauer mit einer Frist von neun Monaten. Bis Mitte 2018 sollen die letzten Mieter die Häuser verlassen haben, dann kann der Abriss beginnen. Der erste Spatenstich ist für 2019 geplant, 2022 sollen die neuen Wohnungen fertig sein. Die Gesamtinvestition wird rund 40 Millionen Euro betragen. Bei der Suche nach neuen Bewohnern werden die jetzigen Mieter in der Hahnenstraße bevorzugt behandelt. „Selbstverständlich erhalten sie ein Vorzugsrecht, sollten sie Interesse an einer der neuen Wohnungen haben“, kündigt Gaby Faust an.