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Eine Wohnung, zwei Studenten

Die Nassauische Heimstätte vermietet ihre derzeit leer stehenden Wohnungen in der Siedlung Westhausen an das Studentenwerk Frankfurt am Main. Im Rahmen eines am Montag unterschriebenen Rahmenvertrags haben sich die Unternehmensgruppe und das Studentenwerk auf diese Zwischennutzung verständigt. „Viele Studierende in dieser Stadt suchen händeringend nach bezahlbaren Wohnungen“, sagte Priska Hinz, Wohnungsbauministerin und Aufsichtsratsvorsitzende der Nassauischen Heimstätte. „Insofern ist diese Kooperation eine ideale Übergangslösung.“ Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, betonte, dass man mit dieser Vereinbarung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlage. „Zum einen tragen wir dazu bei, den Druck auf den angespannten Frankfurter Wohnungsmarkt weiter zu lindern. Und zum anderen haben wir natürlich ein Interesse daran, dass es in unseren Beständen wenige Leerstände gibt.“ Auch Konrad Zündorf, Geschäftsführer des Studentenwerks, äußerte sich zufrieden über die getroffene Vereinbarung. „Wir sind sehr froh, dass wir mit der Nassauischen Heimstätte einen Partner gefunden haben, der unsere Bedürfnisse erkannt hat, auf diese eingeht und auch für eine auf den ersten Blick vielleicht ein wenig unkonventionelle Lösung wie diese offen ist.“ Die betreffenden Wohnungen werden nach und nach renoviert und sukzessive für die Vermietung frei gegeben. „Noch in diesem Jahr werden die ersten neuen Mieter einziehen“, sagte Westphal am Mittwoch. Je zwei Studenten werden sich eine Wohnung teilen.

Mieterprivatisierung läuft seit 2013

Von den 441 Gebäuden in der Siedlung Westhausen gehören der Nassauischen Heimstätte 327 Reihenhäuser sowie 9 Geschossbauten. Seit 2013 bietet die Unternehmensgruppe die Wohnungen den Mietern oder deren engen Angehörigen zu günstigen Preisen zum Kauf an. Voraussetzung ist, dass eine der beiden Wohnungen in den Zwei-Familien-Häusern nicht mehr bewohnt ist und somit nur eine Mietpartei als potenzieller Käufer übrigbleibt. 87 Mietparteien haben bislang von dem Kaufangebot Gebrauch gemacht und die Immobilie erworben. 33 leerstehende Häuser wurden in einem Bieterverfahren an Käufer veräußert, die zum Teil in der Siedlung groß geworden sind und nun zurückkehren möchten. 54 Reihenhäuser werden noch von zwei Mietparteien bewohnt und zurzeit nicht zum Kauf angeboten. „Damit möchten wir vermeiden, dass eine der Mietparteien unter Druck gesetzt wird, ausziehen zu müssen“, erläuterte Westphal. Die übrigen Reihenhäuser werden aktuell nur durch eine Partei bewohnt und wurden den Mietern bereits zum Kauf angeboten. Da der überwiegende Teil dieser Mieter aber beide Wohnungen regulär angemietet hat, bezieht sich der Leerstand auf den kleineren Teil der Wohnungen. Westphal erinnerte daran, dass es zu keiner Zeit einen Kaufzwang gegeben habe. Die Mieter hätten immer die Wahl gehabt, auch weiterhin in den Häusern zur Miete wohnen zu bleiben. Das habe aber in den besagten Reihenhäusern zu der Situation geführt, dass einzelne Wohnungen leer stünden, weil man sie nicht vermieten konnte, solange Mieter nicht über den Kauf entschieden haben. Diese „Hängepartie“ beende man mit der Vermietung an das Frankfurter Studentenwerk. „Gerade zum Studienstart ist es für unsere Studierenden sehr wichtig, sich auf das Studium konzentrieren zu können“, so der Verwaltungsratsvorsitzende des Studentenwerks Frankfurt am Main und Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main,  Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz. „Da zählt jedes zusätzliche Quartier, und ich begrüße ausdrücklich die Initiative der Nassauischen Heimstätte.“

Langfristig sollen alle Reihenhäuser verkauft werden
Das langfristige Ziel der Nassauischen Heimstätte bleibt aber der Verkauf aller Reihenhäuser. „Westhausen ist von seiner Reihenhaus-Struktur her einfach ideal für eine Mieterprivatisierung. Familien haben hier wirklich eine Chance, günstig Wohneigentum aufzubauen“, führte Westphal weiter aus. „Die Einnahmen aus dem Verkauf werden in unserem ambitionierten Neubau- und Instandhaltungsprogramm in Frankfurt gemäß unserem Gesellschaftsauftrag angelegt.“ Immerhin will die Unternehmensgruppe bis zum Jahr 2022 rund 5.000 neue Wohnungen bauen und wie bisher jährlich mehr als 100 Millionen Euro in Modernisierungen und Instandhaltungen zu investieren. „Unsere Aufgabe ist es schließlich, günstigen Wohnraum im Geschosswohnungsbau zu schaffen. Die Vermietung von Reihenhäusern mit Gartenanteil gehört nicht zu unserem Kerngeschäft“, so Westphal.