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Hell, modern, familienfreundlich: 240 Wohnungen und eine Kita

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt stellt ihre Neubau-Pläne für das Quartier „Auf der Mainhöhe“ in Kelsterbach vor. Für die derzeitigen Mieter wird ein umfangreiches Betreuungspaket geschnürt.

Kelsterbach – Die Nähe zum Flughafen, die Lage am Main, die gute Infrastruktur  – das sind nur drei Gründe, warum Kelsterbach in den  vergangenen Jahren zu einem attraktiven Wirtschafts- und Wohnstandort geworden ist. Die Folge: Die Untermainstadt wächst, der Wohnraum ist knapp. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt will ihren Teil zur Entspannung der Situation beitragen und plant, in der Rüsselsheimer Straße anstelle der 86 Bestandswohnungen 240 zum Teil geförderte Mietwohnungen und eine Kindertagesstätte zu bauen. Voraussichtlicher Baubeginn soll im Jahr 2019/2020 sein. Die Gesamtkosten sind mit 67 Millionen Euro veranschlagt. Für die jetzigen Mieter wird ein umfangreiches Betreuungspaket geschnürt. „Wir werden uns um jeden Einzelnen intensiv kümmern“, verspricht Tobias Bundschuh, Leiter des zuständigen Servicecenters.

Schnell am Main und im Einkaufszentrum

Die Grundstücke, auf denen das Neubau-Projekt realisiert werden soll, haben eine Gesamtgröße von rund 15.400 m2. Sie liegen am südwestlichen Stadtrand von Kelsterbach auf einem Hochplateau am Main. Der S-Bahnhof ist etwa 1,2 Kilometer entfernt. In direkter Umgebung befinden sich ein Einkaufszentrum mit mehreren Vollsortimentern und anderen Einkaufsmöglichkeiten. Das südlich an die Rüsselsheimer Straße angrenzende Areal wird im Rahmen einer Konversion als Wohn- und Gewerbequartier neu erschlossen. Die Nassauische Heimstätte ist derzeit Erbpachtnehmer, die Stadt Kelsterbach Erbpachtgeber. Das Erbbaurecht soll aufgehoben und die Grundstücke von der Unternehmensgruppe auf Basis eines von der Stadt Kelsterbach beauftragten Wertgutachtens erworben werden. Für das betreffende Areal wird ein neuer Bebauungsplan erstellt. Derzeit wird der Entwurf erarbeitet, dieser soll im Herbst offen gelegt werden. „Wir hoffen, dass wir im Herbst 2018 das Baurecht erhalten und danach den Bauantrag stellen können“, sagt Ulrich Albersmeyer, Leiter des Regionalcenters Wiesbaden, das für Kelsterbach zuständig ist.

Zahl der Wohnungen soll verdreifacht werden

Die 86 Bestandswohnungen haben eine Gesamt-Wohnfläche von rund 4.400 m2. 81 von ihnen sind derzeit noch bewohnt. An ihrer Stelle sollen 240 Wohnungen mit einer Gesamt-Fläche von etwa 18.900 m2 entstehen. „Wir wollen also an dieser Stelle die Zahl der Wohnungen verdreifachen und die Wohnfläche sogar mehr als vervierfachen“, ergänzt Albersmeyer. „Wir planen barrierefreie Wohnungen mit Aufzug, die alle über moderne, helle und familienfreundliche Grundrisse sowie ein Höchstmaß an Energieeffizienz verfügen.“ Spielplätze für Kleinkinder sowie freundlich gestaltete Innenhöfe und Grünflächen sollen zu einer maximalen Aufenthaltsqualität beitragen. „Die Mieter sollen sich nicht nur in ihren Wohnungen, sondern auch auf den Freiflächen im Quartier rundum wohl fühlen.“ An einem Abriss der Altbauten aus den 1950er Jahren, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen, führt Albersmeyer zufolge kein Weg vorbei. „Ein Sachverständigen-Gutachten hat bestätigt, dass die Bausubstanz einfach nicht mehr wirtschaftlich vertretbar zu erneuern ist.“ Ein Drittel der neuen Wohnungen soll im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus realisiert werden. Hinzu kommen eine Kindertagesstätte mit einer Größe von 680 m2 sowie etwa 300 Tiefgaragenstellplätze und 20 Außenstellplätze. Wie genau der Wohnungsmix aussehen wird, ist noch offen. „Fest steht aber jetzt schon, dass die durchschnittliche Wohnfläche von 50 m2 pro Wohnung auf 79 m2 pro Wohnung anwachsen wird“, sagt Albersmeyer. Für Manfred Ockel, Bürgermeister von Kelsterbach, sind die Neubau-Pläne enorm wichtig für die Stadt. „Damit leistet die Nassauische Heimstätte einen weiteren wertvollen Beitrag zur positiven Quartiersentwicklung und städtebaulichen Aufwertung des Areals am Mainufer.“ Die öffentlich geförderten Wohnungen sollen für 6,70 Euro/m2 vermietet werden. Ockel verweist darauf, dass bei einem ähnlichen Projekt in der Waldstraße die Zusammenarbeit ebenfalls hervorragend funktioniert hat. „Auch dort wurden alte Gebäude abgerissen, und die Mieter mussten ausziehen. Die Nassauische Heimstätte hat sich vorbildlich um die Menschen gekümmert, und ich bin mir sicher, dass das in der Rüsselsheimer Straße auch so sein wird.“

Mieter erhalten umfassende Hilfe

Mit einem umfangreichen Betreuungspaket will die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt dafür sorgen, dass sich die Mieter, die jetzt in der Rüsselsheimer Straße 163-203 leben, nicht alleine gelassen fühlen. „Uns ist bewusst, dass wir den Menschen im Quartier viel abverlangen“, sagt Tobias Bundschuh, Leiter des zuständigen Servicecenters. Solch ein Umzug ist ein schwieriger Schritt, vor allem, wenn man schon lange hier lebt. Umso wichtiger ist es, dass unsere Mieter wissen, dass wir uns um sie kümmern.“ Konkret bedeutet das, dass die Nassauische Heimstätte bei der Suche nach einer neuen Wohnung  ihre Unterstützung anbietet und bei der Umzugsplanung mit Rat und Tat zur Seite steht. „Unsere Mieter haben wir in einem ersten Schritt schriftlich über unsere Planungen informiert“, so Bundschuh. Ausführlich informieren können sich die Mieter im Rahmen einer extra eingerichteten Sprechstunde, die vorerst vom 12. Oktober bis zum 9. November jeden Dienstag von 8 bis 11 Uhr und jeden Donnerstag von 15 bis 18 Uhr im Bürgertreff ,Auf der Mainhöhe‘ angeboten wird. „Zu diesen Terminen ist auch immer ein Dolmetscher anwesend, der uns bei den Gesprächen unterstützt“, ergänzt Bundschuh. „Auf Wunsch kommen wir selbstverständlich aber auch gerne zu unseren Mietern in deren Wohnung.“ Bis Herbst 2019 sollen die letzten Mieter ausgezogen sein. Natürlich werde man zunächst versuchen, die Mieter im Quartier, in Kelsterbach oder in umliegenden Beständen der Unternehmensgruppe in Raunheim, Rüsselsheim oder Bischofsheim unterzubringen, so Bundschuh weiter. Dass das in allen Fällen gelingt, könne man aber nicht garantieren – auch wenn die Nassauische Heimstätte frei werdende Wohnungen vorzugsweise Mietern aus der Rüsselsheimer Straße anbieten wird. Entscheidet sich einer der jetzigen Bewohner dafür, nach Fertigstellung der neuen Wohnungen eine davon beziehen zu wollen, werde ihm selbstverständlich ein Vorrecht eingeräumt.