Das müssen Sie wissen!

Wohngeld

Besonders in den Großstädten werden Wohnungen immer knapper. Damit Mieter trotz steigender Mieten ihr Viertel nicht verlassen müssen und die gefestigten Bewohnerstrukturen erhalten bleiben, hat der Staat das Wohngeld reformiert. Es entlastet Haushalte mit geringem Einkommen bei den Wohnkosten. Rund 600.000 Haushalte werden im Jahr 2020 Wohngeld erhalten. Davon profitieren vor allem Familien und Rentner.

Wohngeld können Sie nur erhalten, wenn Sie einen Antrag bei der öffentlich zuständigen Wohngeldbehörde stellen. 

Wovon hängt der Zuschuss ab?

Ob und wie viel Wohngeld gezahlt wird, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab, wobei aber auch die Lebenssituation als Alleinerziehende(r) oder Schwerbehinderte(r) miteinfließt:

  • Anzahl der Haushaltsmitglieder
  • Gesamteinkommen (ohne Kindergeld)
  • Miete
  • Mietenstufe

Was ist eine Mietenstufe?

Die Miethöhe unterscheidet sich regional sehr stark, daher gibt es für die Wohngeldberechnung sieben verschiedene Mietenstufen. Welcher Mietenstufe Ihre Gemeinde angehört, erfahren Sie bei Ihrer zuständigen Wohngeldbehörde.

Die Stadt Fulda fällt beispielsweise in die Mietenstufe II, genauso wie Michelstadt. Kassel fällt in die Mietenstufe III, Marburg in die Mietenstufe IV, Frankfurt und Wiesbaden in die Mietenstufe VI, Bad Soden am Taunus in die Mietenstufe VII.

Beispiel:

Je nachdem in welcher Mietenstufe das Wohngebiet liegt, können bei einem 2-Personen-Haushalt maximal folgende Mietbeträge berücksichtigt werden:

  • Mietenstufe I - 409 Euro
  • Mietenstufe II  - 461 Euro
  • Mietenstufe III  - 516 Euro
  • Mietenstufe IV  - 579 Euro
  • Mietenstufe V  - 636 Euro
  • Mietenstufe VI  - 697 Euro
  • Mietenstufe VII  - 767 Euro

Wo beantrage ich Wohngeld?

Beantragen Sie den Zuschuss bei der örtlich zuständigen Wohngeldbehörde – gehen Sie persönlich zur Behörde oder nutzen Sie das Online-Formular auf deren Homepage. Das Wohngeld wird nur auf Antrag gewährt und gilt bei Bewilligung 12 Monate.

Warten Sie nicht lange ab, das Wohngeld gibt es erst ab dem Monat der Antragstellung. 

Welche Unterlagen brauche ich?

Welche Unterlagen Sie brauchen, erfahren Sie bei Ihrer zuständigen Wohngeldbehörde, diese vier gehören mindestens dazu:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Gehaltsabrechnung/Rentenbescheid
  • Mietvertrag
  • Meldebescheinigung

Wo erhalte ich weitere Informationen?

Weitere Informationen über die neuen Wohngeldregelungen stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat auf seiner Internetseite zur Verfügung: www.bmi.bund.de

Eine Übersicht zum Thema Wohngeld finden Sie auch auf www.wohngeld.org

Flyer

Alle Informationen rund um das Thema Wohngeld finden Sie auch in unserem Flyer.

Informationen zum Heizkostenzuschuss

Der gesetzliche Zuschuss zu den Heizkosten wurde von der Bundesregierung in 2022 verdoppelt. Dieser beträgt für BAföG-Empfänger, für Aufstiegsgeförderte mit Unterhaltszuschuss sowie für Auszubildende mit Beihilfe oder Ausbildungsgeld einheitlich 230 Euro.

Für Wohngeldhaushalte wird der Heizkostenzuschuss nach Haushaltsgröße gestaffelt: bei einer Person 270 Euro, bei zwei Personen 350 Euro und für jede weitere Person zusätzlich 70 Euro.

Der Heizkostenzuschuss wird automatisch allen Berechtigten ohne gesonderten Antrag ausgezahlt. Dies ist für den Sommer geplant, wenn in der Regel die Heizkosten- oder Nebenkostenabrechnungen anstehen.