Frühling bei der Power Bande

Der Frühling ist Mai-Liens liebste Jahreszeit. Sie liebt es draußen zu sein und macht mit ihren Eltern und ihrem Hund an den Wochenenden häufig Ausflüge in die Natur. Einmal in der Woche macht Mai-Lien sogar bei der Umwelt AG in der Schule mit. Daher weiß sie viel über Pflanzen und Tiere und erklärt ihren Freundinnen und Freunden von der Power Bande was den Frühling so besonders macht.

Was ist eine Blume?

Eine Blume ist ein Lebewesen, genau wie du. Auch sie braucht Nahrung, allerdings kann sie sich nicht wegbewegen, um Nahrung zu suchen. Auf der Speisekarte einer Pflanze stehen Licht, Luft, Wasser und Nährstoffe aus der Erde. Hieraus stellt sie in ihren Blättern ihre eigene Nahrung her. Diesen Vorgang nennt man Fotosynthese und kommt auch uns zugute. Denn es entsteht Sauerstoff, den wir und alle Tiere beim Atmen brauchen. Pflanzen sind also nicht nur schön anzuschauen, sondern auch wichtig für die Natur und für uns.

Eine Blume besteht aus einer Blüte, einem Blatt, einem Stängel und einer Wurzel. Aus der Blüte bilden sich Samen. Mit ihren Blättern kann die Blume atmen und sich ernähren. Der Stängel leitet Wasser und Nährstoffe aus der Erde nach oben zu den Blättern und der Blüte. Und die Wurzel nimmt die Nährstoffe und das Wasser aus dem Boden auf.

Bienen und Hummeln sind sehr wichtig für unsere Umwelt. Indem sie von Blume zu Blume fliegen, um den Nektar zu sammeln, verteilen sie deren Pollen. So helfen sie dabei, dass die Pflanzen sich vermehren. Es gibt Blumensorten, die Bienen besonders mögen. Bienenfreundliche Blumen sind im Frühjahr zum Beispiel Gänseblümchen, Veilchen und Schneeglöckchen. Sie sind sogenannte Frühblüher.

Frühblüher sind Blumen, die sehr früh im Jahr anfangen zu blühen. Sicher hast du schon mal Primeln, Hyazinthen und Tulpen gesehen. Sie alle fangen bereits im Februar und März an zu blühen. Die Besonderheit bei den genannten Blumen ist, dass sie Zwiebeln oder Knollen statt Wurzeln haben, die unter der Erde liegen und die Blume mit Nährstoffen versorgen.

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Bienenpflanzen: Jetzt draußen einsetzen

Wie kommt die Blume dorthin?

Achte einmal darauf, wo so manche Blumen wachsen. Eine Pflanze in der Regenrinne und ein Löwenzahn mitten auf dem Gehweg. Da kann man sich schon wundern. Wie kommt die Blume denn dorthin? Neben den Bienen als fleißige Helfer, haben manche Blumen clevere Techniken, wie sie ihre Samen verbreiten. Wird aus der Löwenzahnblüte eine Pusteblume weht der Wind die kleinen Samen einfach davon. Dort wo die Samen landen, können neue Blumen wachsen. Das kann beispielsweise auf einer Wiese sein, aber auch in Sandkästen, zwischen Gehwegplatten und an Häuserwänden. Möchtest du wissen, wie aus dem Löwenzahn die Pusteblume wird, findest du hier ein tolles Video von Der Maus.

Insekten und andere kleine Helfer

Wer summt da durch die Luft? Wer kringelt sich in der Erde? Und wer gleitet über das Wasser? Kleine Tiere zu entdecken, macht großen Spaß. Schau doch mal genau hin. Was kannst du in der Luft und auf der Wiese beobachten?

Wenn es im Frühling wärmer wird, trauen sich viele kleine Lebewesen nach draußen. Sie kriechen und krabbeln über Steine und Gräser und an Pflanzen hinauf. Sie alle sind wichtig für das Ökosystem und haben ganz verschiedene Eigenschaften und Vorlieben.

Marienkäfer

Viele Insekten helfen dabei Schädlinge von den Pflanzen fernzuhalten. Zum Beispiel Marienkäfer. Sie klettern am Stängel der Blume hoch und fressen die Blattläuse.

Regenwurm

Der Regenwurm frisst Erde und verfaulte Pflanzen. Hat er das Futter in seinem langen Körper verdaut, scheidet der Regenwurm Humus aus. Dieser enthält viele Nährstoffe für Blumen und andere Pflanzen.

Bienen, Hummeln, Schmetterlinge

Wenn die Sonne scheint, zieht sich der Regenwurm in die Erde zurück. Er mag es lieber feucht. Jetzt ist die Zeit für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die eifrig durch die Luft von Blüte zu Blüte fliegen.

Biene

Biene ist nicht gleich Biene. Es gibt mehr als 20.000 verschiedene Bienenarten auf der ganzen Welt. Allerdings sind nur sieben von ihnen für die Honigproduktion von Bedeutung.

Hummel

Anders als Bienen bauen Hummeln keine Bienenstöcke, sondern leben in der Erde. In ein Erdloch legen sie ihre Eier. Sind die kleinen Hummeln geschlüpft, krabbeln sie aus dem Erdloch heraus an die Oberfläche.

Zitronenfalter

Sieht man schöne, gelbe Zitronenfalter fliegen, weiß man, dass es bald Frühling wird. Genau wie andere Schmetterlinge, kommt der Zitronenfalter in einem Ei zur Welt. Aus diesem entwickeln sich zunächst Raupen, die sich in einem Kokon verpuppen, ehe sie als fertige Schmetterlinge schlüpfen.

Fliege

Fliegen haben an ihren Beinchen kleine Borsten, mit denen sie schmecken. So können sie ihr Essen erst einmal probieren, ehe sie sich dafür entscheiden. Ganz schön praktisch! Auch Schmetterlinge haben diese besondere Fähigkeit.

Spinne

Mit dem sogenannten Flugfaden können Spinnen einige Meter weit fliegen. Er wird aus dem Hinterleib der Spinne ausgestoßen und der Schwung hilft ihr dabei, ihr Netz zwischen Ästen zu spannen. Ein Windstoß kann sie sogar noch weiter tragen.

Schnecke

Die Schnecke kriecht auf einer Schleimspur über das Gras. Genau wie die Hummel legt die Schnecke ihre Eier in eine Erdhöhle. Daraus schlüpfen viele kleine Schnecken mit winzigen Häuschen, die an die Oberfläche kriechen.

Ameise

Dafür, dass sie auch unter den Insekten die Winzlinge sind, sind Ameisen ganz schön stark. Einigen Arten können das Zehnfache ihres eigenen Körpergewichtes tragen, um große Blattstücke zu ihrem Bau zu tragen. Auf einer glatten Fläche hält sich die Weberameise mit ihren Fußgliedern so stark fest, dass das 200-fache ihres Körpergewichtes benötigt wird, um sie hochzuheben.

NABU Insektensommer

Ihr habt Lust diese und viele weitere Insekten selbst zu entdecken? Dann macht mit beim NABU Insektensommer. Alles was ihr tun müsst ist eine Stunde lang auf die Suche gehen und alle Insekten notieren, die ihr in dieser Zeit gefunden habt. Schaut hierbei auch unter Blumentöpfe, Steine, oder Büsche. Ihr werdet überrascht sein, wie viele Tiere sich in eurer Umgebung tummeln.